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Pharmazeutische Produkte und Nutrazeutika ressourceneffizient und kreislauffähig verpacken

Tabletten in transparenter PP-Monoblisterverpackung während der pharmazeutischen Produktion

Die pharmazeutische und nutrazeutische Verpackung der Zukunft verbindet intelligentes Verpackungsdesign mit einem effizienten Ressourceneinsatz und einer hohen Kreislauffähigkeit. Egal, an welchem Punkt der Entwicklung einer Verpackungslösung Sie stehen: Wir unterstützen Sie dabei, eine Lösung zu entwickeln, die zu Ihren funktionalen, technischen und ökologischen Anforderungen passt.

Mehr Materialeffizienz und Kreislauffähigkeit: Warum jetzt?

Vom Branchentrend zur neuen Norm

Pharmazeutische und nutrazeutische Verpackungen mit reduziertem Materialeinsatz und verbesserter Recyclingfähigkeit galten lange als freiwillige Initiative. Heute sind sie ein strategisches Innovationsfeld. Den Wandel treiben gesetzliche Vorgaben ebenso voran wie steigende Erwartungen von Partnern, Investoren und der Öffentlichkeit. Wer seine Verpackungslösungen nicht im Hinblick auf Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit und Ressourceneffizienz weiterentwickelt, riskiert Wettbewerbsnachteile. Mit schrittweise greifenden gesetzlichen Vorgaben kann die Erfüllung bestimmter Anforderungen künftig zudem Voraussetzung dafür sein, Verpackungen weiterhin in Verkehr bringen zu dürfen.

Immer mehr Unternehmen stellen ihre Verpackungslösungen daher systematisch auf den Prüfstand: Wie viel Material und vor allem welches ist tatsächlich erforderlich? Wo lassen sich Prozessschritte effizienter gestalten? Wie können Transportvolumen und Lagerflächen optimiert werden?

Unternehmen, die daraus abgeleitete Maßnahmen strategisch verankern, erfüllen nicht nur regulatorische Anforderungen. Sie nutzen ökologische Kriterien gezielt zur Weiterentwicklung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen. Damit wird das gesamte Verpackungssystem – von Entwicklung und Materialauswahl über Produktion und Logistik bis hin zur Entsorgung – zu einem zentralen Faktor für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und zukunftsorientiertes Wirtschaften.

PPWR: Die neue EU-Verpackungsverordnung

Anforderungen und Fristen

Ab August 2026 gelten die neuen Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) für Unternehmen, die Verpackungen in den Verkehr bringen – auch in der Pharmaindustrie sowie im Bereich Consumer Health. Je nach Verpackungsart und Anwendungsfall greifen die einzelnen Anforderungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Künftig müssen Verpackungen unter anderem konkrete Anforderungen an die Recyclingfähigkeit erfüllen. Für bestimmte Verpackungen gelten zudem Vorgaben zum Rezyklatanteil, zur Reduzierung des Materialeinsatzes und zur Kennzeichnung. Zudem weitet die Verordnung die Herstellerverantwortung aus. Den vollständigen Gesetzestext der EU-Verpackungsverordnung mit allen Anforderungen, Ausnahmen und Fristen finden Sie hier:

PPWR-Checkliste: Sind Sie vorbereitet?

Viele Hersteller von pharmazeutischen Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln prüfen derzeit, welche Auswirkungen die neue EU-Verpackungsverordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) auf ihr Verpackungsportfolio hat. Unser PPWR-Selbstcheck hilft Ihnen dabei, mögliche Lücken zu erkennen, kommende Anforderungen besser zu verstehen und die nächsten Schritte zu priorisieren. Laden Sie die Checkliste herunter und überprüfen Sie in nur wenigen Minuten, wie gut Sie auf die PPWR vorbereitet sind.

PPWR-Checkliste herunterladen

Mit dem Uhlmann 5R-Ansatz Ihre Verpackungen optimieren

Der Druck, pharmazeutische und nutrazeutische Verpackungen ressourceneffizienter und kreislauffähiger zu gestalten, steigt – und mit ihm die Komplexität von Design, Materialien und Prozessen. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, wie sich diese Anforderungen in tragfähige Lösungen übersetzen lassen. Unser 5R-Ansatz bündelt die dafür relevanten Handlungsfelder.

Kreisdiagramm der 5R-Prinzipien mit den Begriffen Refuse, Reuse, Reduce, Recycle und Rot
Der Uhlmann 5R-Ansatz: Fünf Maßnahmen für ressourceneffizientere und kreislauffähigere Pharmaverpackungen.

Wie sich dieser Ansatz konkret umsetzen lässt, zeigt ein Blick auf die einzelnen Prinzipien. Jedes der 5Rs definiert klare Maßnahmen und trägt dazu bei, den Umgang mit Materialien und Ressourcen entlang des gesamten Produktlebenszyklus zu verbessern:

Titelblatt des Whiterpapers Packed for 2040

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Ressourcenschonende und kreislauffähige Vrpackungsmaterialien

Stärken nutzen – Grenzen kennen

Für pharmazeutische und nutrazeutische Verpackungen kommen unterschiedliche Materialgruppen mit jeweils spezifischen funktionalen Eigenschaften infrage. Dazu zählen recyclingfähige Kunststoffe wie Polypropylen (PP), High Density Polyethylen (HDPE) oder Polyethylenterephthalat (PET), biobasierte Polymere, faserbasierte Werkstoffe sowie Rezyklate – also mechanisch oder chemisch recycelte Kunststoffe.

Welches Material eingesetzt wird, entscheidet sich jedoch nicht primär nach der Kreislauffähigkeit, sondern nach dem Schutzbedarf des Medikaments. Barriereeigenschaften, Stabilität und regulatorische Konformität geben den Rahmen vor. Im Packaging Competence Center prüfen wir diese Parameter im Zusammenspiel und bestimmen so das geeignete Material für Ihre konkrete Verpackungsaufgabe.

„Die Anforderungen an pharmazeutische und nutrazeutische Verpackungen verändern sich. Kreislauffähige Packmittel spielen dabei eine wichtige Rolle. Entscheidend ist, sie mit Produktsicherheit, Qualität und einer GMP-konformen Umsetzung zu vereinbaren.‟
Portrait von Klaus Braig

Zukunftsfähige Lösungen für die Pharmaindustrie

Materialeinsatz und Kreislauffähigkeit gezielt optimiert

Monomaterialien für pharmazeutische Verpackung

Mehrstoffverbunde – etwa PVC/Aluminium – galten lange als Standard in der Verpackung von Solida, da sie funktional und wirtschaftlich überzeugten. Ihre fest miteinander verbundenen Materialschichten erschweren jedoch das Recycling erheblich. Vor diesem Hintergrund rückt die Umstellung auf recyclingoptimierte Monomaterialien stärker in den Fokus. Je nach Verpackungsaufbau und vorhandener Sammel-, Sortier- und Verwertungsinfrastruktur können Verpackungen aus nur einem Werkstoff Vorteile bei der stofflichen Verwertung bieten.

Die Verarbeitung von Monomaterialien treiben wir seit vielen Jahren gezielt voran und richten unsere Maschinentechnologie konsequent darauf aus. Die BEC 400 ist zum Beispiel eine kompakte, modular aufgebaute Blisterlinie, die unter anderem PP-Mono-Folien prozesssicher verarbeitet und entsprechende Blisterverpackungen realisiert. Auch für das Sekundärverpacken von Parenteralia erweitern wir die Auswahl verarbeitbarer Materialien: So verpackt unsere BLU 200 sie ebenfalls in PP-Mono-Blister.

Unsere Verpackungsmaschinen und -linien lassen sich grundsätzlich auf unterschiedliche Monomaterialien auslegen oder umrüsten – neben PP beispielsweise auch auf PET, HDPE sowie papierbasierte Lösungen.

Tabletten in einer transparenten PET-Monoblisterverpackung in Nahaufnahme
Der PET-Mono-Blister ermöglicht mit der Mikroritzung in der Deckfolie leichte Durchdrückbarkeit und ist in sehr vielen Fällen Plug & Play.
Transparenter PP-Mono-Blister mit geformten Kavitäten für Tabletten in Nahaufnahme
Der PP-Mono-Blister ist ein bei vielen Herstellern inzwischen bewährtes Verpackungssystem mit einer erhöhten Wasserdampfbarriere.
Mehrere HDPE-Monoblister mit geformten Kavitäten für Tabletten in Nahaufnahme
Der HDPE-Mono-Blister bietet hohe Barriereeigenschaften und sehr gute Siegeleigenschaften bei gleichzeitig hochwertiger Optik.
Papierbasierter Blister mit geformten Kavitäten für Tabletten in Nahaufnahme
Der Papier-Blister wird überwiegend aus faserbasierten Materialien gefertigt und lässt sich kalt umformen.

Karton-Trays für Parenteralia

Mit Karton-Trays stellen wir die Sekundärverpackung von Parenteralia auf Karton um und ersetzen Kunststoff bei gleicher Funktion. Das schlanke, leichte Design reduziert den Materialeinsatz und das Transportvolumen, kann über das bestehende Altpapiersystem recycelt werden und bietet zugleich die nötige Stabilität. Empfindliche Vials, Spritzen, Ampullen und Pens sind sicher fixiert und geschützt.

Unsere Verpackungslinie PTC 200 realisiert Karton-Trays in unterschiedlichen Formaten und mit verschiedenen Verschlussmechanismen – inklusive Medical Device Tracking. Die folgenden Abbildungen zeigen exemplarische Varianten:

Unser End-to-End Service

Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt

Nutzen Sie unsere Expertise, um ressourceneffizientere und kreislauffähigere Verpackungslösungen gezielt zu entwickeln sowie effizient und sicher einzuführen. In unserem Uhlmann Packaging Competence Center begleiten wir Sie von der ersten Bewertung bis zur prozesssicheren Integration in Ihre Produktion. Wie wir dabei konkret vorgehen, zeigen die folgenden sechs Schritte:

  1. Anforderungen definieren
    In einem Workshop analysieren wir gemeinsam Ihre Anforderungen und Rahmenbedingungen.
  2. Materialien recherchieren
    Wir identifizieren geeignete Verpackungsmaterialien und -konzepte für Ihre Anwendung.
  3. Life Cycle Screening durchführen
    Wir bewerten die ökologischen Auswirkungen der möglichen Verpackungslösungen.
  4. Verpackung testen
    In unserem Testcenter prüfen wir Materialien, Prozesse und Maschinenparameter unter realistischen Bedingungen.
  5. Lösung validieren
    Wir validieren die ausgewählte Verpackungslösung und sichern die Prozessstabilität.
  6. Produktionsstart begleiten
    Wir unterstützen Sie bei der Integration der Lösung in Ihre Produktion – mit neuen Maschinen oder durch Anpassung bestehender Anlagen.

Druck auf Verpackungsmaterialien

Auch bei weiteren Anforderungen rund um Ihre Verpackungslösungen stehen wir Ihnen zur Seite. So ermöglichen unsere Technologien auch präzisen Printmark- bzw. registrierten Druck auf Verpackungsmaterialien, die für einen effizienteren Ressourceneinsatz oder eine verbesserte Kreislauffähigkeit ausgelegt sind.

Digitale Lösungen für effizientere Prozesse

Innovative Technologien

Bei der Weiterentwicklung pharmazeutischer und nutrazeutischer Verpackungen lohnt es sich, neben den Materialien auch digitale Prozesse in den Blick zu nehmen – denn sie können dazu beitragen, den Energie- und Ressourceneinsatz zu optimieren. Mit Pexcite stellen wir eine modular aufgebaute Softwareplattform bereit, mit der sich Produktions-, Verpackungs- und Logistikprozesse planen, steuern und überwachen lassen.

Mehr zu Pexcite

FAQ zu Umweltaspekten von Pharmaverpackungen

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Sie haben Fragen zu unserer Packaging Competence rund um ressourceneffiziente und kreislauffähige Verpackungslösungen? Dann sprechen Sie uns direkt an!

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