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Immer einen Schritt voraus

Kompetenz & Innovation
4 min
Grafik einer Pflanze mit drei verschieden farbigen Blättern in grün, hellblau und dunkelblau

Sehr lange waren Mehrstoffverpackungen bei allen wichtigen Parametern in der Pharmaverpackung kaum zu schlagen: bei Kosten, Prozesssicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Doch die Prioritäten ändern sich massiv: Verpackungen müssen künftig neben Produktschutz und Sicherheit auch steigenden Anforderungen an Recyclingfähigkeit und Materialeffizienz gerecht werden. Uhlmann Pac-Systeme bietet bereits heute innovative Lösungen, mit denen sich Verpacker zukunftssicher aufstellen können.

Lange Zeit eher als Buzzword verwendet, entwickelt sich Nachhaltigkeit in der Pharma-Verpackungsindustrie zunehmend zu einem strategischen Handlungsfeld: In der EU steigen die Anforderungen an Unternehmen, ihre Klimaziele, Dekarbonisierungsmaßnahmen und Fortschritte transparent darzulegen. Gleichzeitig verändern neue Anforderungen an Verpackungen – etwa in Bezug auf Materialeffizienz, Recyclingfähigkeit und Ressourceneinsatz – die Entwicklung zukünftiger Verpackungslösungen.

Im Bereich der Verpackung von Pharmaprodukten, vor allem von Medikamenten, stellt die Umstellung auf materialeffizientere und recyclingfähige Verpackungslösungen eine besondere Herausforderung dar. Denn gerade bei sensiblen Medikamenten werden Multistoffverpackungen häufig aus funktionalen und technischen Gründen eingesetzt. Sie bieten wichtige Eigenschaften, um Wirkstoffe zuverlässig zu schützen – etwa durch geeignete Barriereeigenschaften und eine hohe Stabilität.

Dazu kommt eine weitere Herausforderung beim Umstieg: In vielen Fällen sind Primär- und Sekundärverpackung eines Medikaments integraler Bestandteil der erforderlichen Zulassung. Veränderungen an der Verpackung oder am Verpackungsprozess können daher eine erneute Bewertung und gegebenenfalls einen aufwendigen Zulassungsprozess erforderlich machen.

Papierbasierte Verpackungen genießen vor allem bei Endverbrauchern häufig den Ruf, besonders nachhaltig zu sein. Tatsächlich kann Papier aufgrund seiner Recyclingfähigkeit Vorteile bieten. Für eine ganzheitliche Bewertung einer Verpackungslösung spielen jedoch weitere Faktoren eine wichtige Rolle: Dazu zählen unter anderem der Wasser- und Landverbrauch, der Einsatz von Chemikalien sowie die Herkunft der eingesetzten Rohstoffe. Entscheidend ist daher nicht allein das Material, sondern das Zusammenspiel verschiedener Faktoren über den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung.

Foto einer offenen Faltschachtel mit zehn Vials und einer Packungsbeilage auf grauem Hintergrund.
Mit dem Parenteral Tray Center PTC 200 bietet Uhlmann eine hoch flexible Lösung für den Wechsel auf Karton-Trays und -schachteln. Alle gängigen Produktformate wie Ampullen, Vials, Spritzen und Pens sowie eine Vielzahl von Packungsformen können verarbeitet werden.
Bild einer Parenteralverpackung  und dessen Inhalt.
Mit der Blistermaschine BLU 200 lassen sich Parenteralia auch in PP-Mono-Blister verpacken. Die Verwendung eines Monomaterials kann die Voraussetzungen für eine vereinfachte Materialtrennung schaffen und unterstützt damit recyclinggerechte Verpackungskonzepte.

Aber nicht nur das Sourcing ist bei Papier ein begrenzender Faktor: Reine Papierverpackungen sind bisher technisch meist nur als Sekundärverpackungen, z. B. als Faltschachtel oder als Tray, möglich. Aktuell arbeiten wir bei Uhlmann Pac-Systeme gemeinsam mit Folien- und Papierherstellern intensiv an Lösungen, wie z. B. Papierblister, die auch sensible Produkte sicher vor äußerlichen Einflüssen wie Wasserdampf schützen und prozesssicher verarbeitet werden können. So lassen sich hochsensible Parenteralia auf unserer Kartonierlinie PTC 200 sicher in Papier- oder Kunststofftrays verpacken. Die hohe Modularität der einzelnen Systemkomponenten macht den Wechsel möglich.

Kunststoffe bieten mittlerweile vielfältige Möglichkeiten, sehr gute Barriereeigenschaften und Prozesssicherheit mit Verpackungskonzepten zu verbinden, die Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit berücksichtigen. Ein wichtiger Ansatz sind dabei Mono-Materialien: Verpackungslösungen aus einer Kunststoffsorte können die Voraussetzungen für eine vereinfachte Materialtrennung schaffen und damit recyclinggerechte Verpackungskonzepte unterstützen. Für Solida und Parenteralia bieten wir hierfür prozesssichere Lösungen an: Die Blistermaschine BLU 200 ist beispielsweise auch als Version für die zuverlässige Verarbeitung von PP-Mono-Folie verfügbar. Für die Verpackung von Solida-Produkten in PP-Mono-Blister oder andere materialoptimierte Verpackungslösungen eignet sich die Blisterlinie BEC. Weitere Lösungen befinden sich in der Entwicklung.

„Andere Materialien, anderes Prozessverhalten, neues Verpackungsdesign – die Entwicklung materialeffizienter Verpackungslösungen mit verbesserter Recyclingfähigkeit ist ein komplexer Prozess. Wir bei Uhlmann verfügen über umfangreiche Erfahrung und unterstützen Sie dabei: von der Materialauswahl bis zur Prozessoptimierung.‟
Portrait von Valentin Knupfer, Teamleiter Prozess, Automatisierung & Optimierung bei Uhlmann

Verpackungsprozesse auf neue Anforderungen bei Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit auszurichten, erfordert häufig Änderungen bewährter Prozesse. Unsere Expert*innen verfügen hier bereits über viel Erfahrung. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gern, wie Sie Ihre Verpackungslinien auf veränderte Material- und Prozessanforderungen ausrichten können. Beim Umstieg von PVC-Aluminium-Blistern auf Mono-Material-Lösungen wie Mono-PP, -HDPE oder -PET beraten wir herstellerunabhängig, welche Folienqualitäten für Ihre konkreten Anforderungen geeignet sind.

„Nachhaltigkeit ist für die Verpackungsbranche längst mehr als ein strategisches Thema: Neue regulatorische Anforderungen verändern, wie Verpackungen entwickelt und Prozesse geplant werden. Immer mehr unserer Kunden beziehen uns deshalb von Anfang an in ihre Überlegungen ein. Ihr Vorteil: schneller zu passenden Lösungen für neue Anforderungen.‟
Portrait von Maren Kobusch, strategische Produktmanagerin für Smart Services & Tools bei Uhlmann

Verpackungslösungen für neue Material- und Prozessanforderungen

Sie benötigen eine prozesssichere Linie für die Verarbeitung recyclingfähiger Materialien und möchten Ihre Verpackungsprozesse stärker auf Ressourceneffizienz ausrichten? Mit dem Parenteral Tray Center 200 und der Blisterlinie BEC 400 bietet Uhlmann Lösungen, die Sie dabei unterstützen, Ihre Verpackungsprozesse an neue Anforderungen anzupassen.

Frontalansicht eines Parenteral Tray Centers 200
Parenteral Tray Center PTC 200: Flexible Anlage zum Verpacken von Parenteralia in Kartontrays und Faltschachteln.
Frontalansicht einer Blistermaschine BEC 400
Blistermaschine BEC 400: Effiziente Lösung für das Verpacken von Solida in PP-Mono-Blister und Faltschachteln.