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Nachhaltige pharmazeutische Verpackung: zukunftsfähige Lösungen für die Pharmaindustrie

Highlights
8 min
Tabletten in transparenter PP-Monoblisterverpackung während der pharmazeutischen Produktion

Die Pharmaverpackung der Zukunft ist grün und smart. Sie vereint Nachhaltigkeit mit intelligenter Technologie – und wird zum neuen Standard in der Pharmaindustrie. Egal, an welchem Punkt der Entwicklung einer neuen Verpackungslösung Sie stehen: Als Technologieführer für nachhaltige pharmazeutische Verpackung unterstützen wir Sie dabei, die passende nachhaltige Lösung für Ihre Verpackung zu entwickeln.

Warum nachhaltige Verpackung unverzichtbar wird

Vom Branchentrend zur neuen Norm

Nachhaltige pharmazeutische Verpackungen galten in der Pharmabranche lange als freiwillige Initiative. Heute sind sie ein strategisches Innovationsfeld. Den Wandel treiben gesetzliche Vorgaben ebenso voran wie steigende Erwartungen von Partnern, Investoren und der Öffentlichkeit. Wer seine Verpackungslösungen nicht nachhaltig weiterentwickelt, riskiert Wettbewerbsnachteile – oder verliert im Extremfall sogar den Marktzugang.

Immer mehr Unternehmen stellen ihre Verpackungslösungen daher systematisch auf den Prüfstand: Wie viel Material und vor allem welches ist tatsächlich erforderlich? Wo lassen sich Prozessschritte effizienter gestalten? Wie können Transportvolumen und Lagerflächen optimiert werden? Nachhaltigkeit wird so zum Treiber operativer Verbesserungen.

Unternehmen, die entsprechende Maßnahmen strategisch verankern, erfüllen nicht nur regulatorische Anforderungen. Sie nutzen ökologische Kriterien gezielt zur Weiterentwicklung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen. Damit wird das gesamte Verpackungssystem – von Entwicklung und Materialauswahl über Produktion und Logistik bis hin zur Entsorgung – zu einem zentralen Faktor für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und zukunftsorientiertes Wirtschaften.

PPWR: Die neue EU-Verpackungsverordnung

Mit der EU-Verpackungsverordnung „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) werden nachhaltige Verpackungen in Europa verbindlicher Standard. Ab August 2026 gelten neue Vorgaben für alle Unternehmen, die Verpackungen in den Verkehr bringen – auch in der Pharmaindustrie. Künftig müssen Verpackungen besser recycelbar sein, weniger Material verbrauchen, mehr Rezyklat enthalten und klar gekennzeichnet sein. Zudem weitet die Verordnung die Herstellerverantwortung aus. Den vollständigen Gesetzestext der EU-Verpackungsverordnung mit allen Anforderungen und Fristen finden Sie hier:

Zur EU-Verordnung

Mit dem Uhlmann 5R-Ansatz zur nachhaltigen Verpackung

Der Druck, pharmazeutische Verpackungen nachhaltiger zu gestalten, steigt – und mit ihm die Komplexität von Design, Materialien und Prozessen. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, wie sich diese Anforderungen in tragfähige Lösungen übersetzen lassen. Unser 5R-Ansatz bündelt die dafür entscheidenden Hebel.

Kreisdiagramm der 5R-Prinzipien mit den Begriffen Refuse, Reuse, Reduce, Recycle und Rot
Der Uhlmann 5R-Ansatz: Fünf Prinzipien. Und ein klarer Anspruch an nachhaltige Pharmaverpackungen.

Wie sich dieser Ansatz konkret umsetzen lässt, zeigt ein Blick auf die einzelnen Prinzipien. Jedes der 5Rs definiert klare Maßnahmen und trägt dazu bei, Nachhaltigkeit im gesamten Produktlebenszyklus strukturell zu verankern.

Titelblatt des Whiterpapers Packed for 2040

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Nachhaltige Verpackungsmaterialien für Pharmaverpackungen

Stärken nutzen – Grenzen kennen

Nachhaltige Pharmaverpackungen nutzen unterschiedliche Materialgruppen mit jeweils spezifischen funktionalen Eigenschaften. Dazu gehören recyclingfähige Kunststoffe wie Polypropylen (PP), High Density Polyethylen (HDPE) oder Polyethylenterephthalat (PET), biobasierte Polymere, faserbasierte Werkstoffe sowie Rezyklate – also mechanisch oder chemisch recycelte Kunststoffe.

Welches Material eingesetzt wird, entscheidet sich jedoch nicht primär nach der Kreislauffähigkeit, sondern nach dem Schutzbedarf des Medikaments. Barriereeigenschaften, Stabilität und regulatorische Konformität geben den Rahmen vor. Im Packaging Competence Center prüfen wir diese Parameter im Zusammenspiel und bestimmen so das geeignete Material für Ihre konkrete Verpackungsaufgabe.

Nachhaltigkeit wird die pharmazeutische Verpackung verändern und es entstehen neue Herausforderungen für unsere Kunden. Konkret geht es um recyclefähige Packmittel. Entscheidend ist dabei, Nachhaltigkeit mit Produktsicherheit, Qualität und einer GMP-konformen Umsetzung zu vereinbaren.
Portrait von Klaus Braig

Zukunftsfähige Lösungen für die Pharmaindustrie

Nachhaltigkeit konsequent umgesetzt

Monomaterialien für pharmazeutische Verpackung

Mehrstoffverbunde – etwa PVC/Aluminium – galten lange als Standard in der Verpackung von Solida, da sie funktional und wirtschaftlich überzeugten. Ihre fest miteinander verbundenen Materialschichten erschweren jedoch das Recycling erheblich. Vor diesem Hintergrund rückt die Umstellung auf recyclingfähige Monomaterialien in den Fokus nachhaltiger Verpackungsstrategien. Verpackungen aus nur einem Werkstoff lassen sich sortenrein erfassen und wiederverwerten.

Die Verarbeitung von Monomaterialien treiben wir seit vielen Jahren gezielt voran und richten unsere Maschinentechnologie konsequent darauf aus. Die BEC 400 ist zum Beispiel eine kompakte, modular aufgebaute Blisterlinie, die unter anderem PP-Mono-Folien prozesssicher verarbeitet und entsprechende Blisterverpackungen realisiert. Auch für das Sekundärverpacken von Parenteralia erweitern wir umweltfreundliche Materialoptionen: So verpackt unsere BLU 200 sie ebenfalls in PP-Mono-Blister.

Unsere Verpackungsmaschinen und -linien lassen sich grundsätzlich auf unterschiedliche nachhaltige Materialien auslegen oder umrüsten – neben PP beispielsweise auch auf PET, HDPE sowie papierbasierte Lösungen.

Tabletten in einer transparenten PET-Monoblisterverpackung in Nahaufnahme
Der PET-Mono-Blister ermöglicht mit der Mikroritzung in der Deckfolie leichte Durchdrückbarkeit und ist in sehr vielen Fällen Plug & Play.
Transparenter PP-Mono-Blister mit geformten Kavitäten für Tabletten in Nahaufnahme
Der PP-Mono-Blister ist ein bei vielen Herstellern inzwischen bewährtes Verpackungssystem mit einer erhöhten Wasserdampfbarriere.
Mehrere HDPE-Monoblister mit geformten Kavitäten für Tabletten in Nahaufnahme
Der HDPE-Mono-Blister bietet hohe Barriereeigenschaften und sehr gute Siegeleigenschaften bei gleichzeitig hochwertiger Optik.
Papierbasierter Blister mit geformten Kavitäten für Tabletten in Nahaufnahme
Der Papier-Blister ist zum größten Teil biobasiert und bioabbaubar, zudem ist er auch kalt umformbar.

Karton-Trays für Parenteralia

Mit Karton-Trays stellen wir die Sekundärverpackung von Parenteralia konsequent auf Karton um und ersetzen Kunststoff bei gleicher Funktion. Das schlanke, leichte Design reduziert Material und Transportvolumen, lässt sich gut recyceln und bleibt zugleich stabil. Empfindliche Vials, Spritzen, Ampullen und Pens bleiben sicher fixiert und geschützt. So sinken Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung und Kosten.

Unsere Verpackungslinie PTC 200 realisiert Karton-Trays in unterschiedlichen Formaten und mit verschiedenen Verschlussmechanismen – inklusive Medical Device Tracking. Die Verpackungskonzepte berücksichtigen internationale Nachhaltigkeits- und Reporting-Rahmenwerke wie CDP, UNGC und GRI. Die folgenden Abbildungen zeigen exemplarische Varianten.

Unser End-to-End Service

Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt

Nutzen Sie unsere Expertise, um nachhaltige Verpackungslösungen gezielt zu entwickeln sowie effizient und sicher einzuführen. In unserem Uhlmann Packaging Competence Center begleiten wir Sie von der ersten Bewertung bis zur prozesssicheren Integration in Ihre Produktion. Wie wir dabei konkret vorgehen, zeigen die folgenden sechs Schritte:

  1. Anforderungen definieren
    In einem Workshop analysieren wir gemeinsam Ihre Anforderungen und Rahmenbedingungen.
  2. Materialien recherchieren
    Wir identifizieren geeignete Verpackungsmaterialien und -konzepte für Ihre Anwendung.
  3. Life Cycle Screening durchführen
    Wir bewerten die ökologischen Auswirkungen der möglichen Verpackungslösungen.
  4. Verpackung testen
    In unserem Testcenter prüfen wir Materialien, Prozesse und Maschinenparameter unter realistischen Bedingungen.
  5. Lösung validieren
    Wir validieren die ausgewählte Verpackungslösung und sichern die Prozessstabilität.
  6. Produktionsstart begleiten
    Wir unterstützen Sie bei der Integration der Lösung in Ihre Produktion – mit neuen Maschinen oder durch Anpassung bestehender Anlagen.

Druck auf nachhaltigen Materialien

Auch bei weiteren Anforderungen rund um nachhaltige Verpackungslösungen stehen wir Ihnen zur Seite. So ermöglichen unsere Technologien auch präzisen Printmark- bzw. registrierten Druck auf nachhaltigen Verpackungsmaterialien.

Digitale Lösungen für mehr Nachhaltigkeit

Innovative Technologien

Eine nachhaltige Entwicklung pharmazeutischer Verpackungen erfordert nicht nur materialseitige Innovationen, sondern auch digitale Lösungen. Sie eröffnen konkrete Potenziale, Energie und Ressourcen zu sparen sowie Treibhausgase zu reduzieren. Mit Pexcite stellen wir eine modular aufgebaute Softwareplattform bereit, mit der sich Produktions-, Verpackungs- und Logistikprozesse planen, steuern und überwachen lassen.

Mehr zu Pexcite

FAQ zur Nachhaltigkeit von Pharmaverpackungen

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Sie haben Fragen zu unserer Packaging Competence in Sachen nachhaltige Verpackungslösungen? Dann sprechen Sie uns direkt an!

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